Bilder der letzten Tage
Urlaub ohne Grenzen
Ein deutliches Beispiel dafür ist das Kleinwalsertal. Durch seine geographische Lage (Zufahrt bzw. Talöffnung aus und in Richtung Deutschland) existiert bereits seit 1891 die Sonderregelung des Zollanschlussvertrages zwischen Österreich und Deutschland. Grenzsteine existieren zwar, hatten jedoch für unsere Gäste noch nie eine wirklich wichtige Bedeutung. Das größte grenzüberschreitende Wintersportgebiet auf österreichischem und deutschem Boden z.B. befindet sich im Bereich Kanzelwand/Fellhorn – der weiße Grenzverkehr.
Grenz- und Marksteine setzt der Mensch
Grundstücksgrenzen (speziell Eckpunkte) in Wald und Flur wurden seit je her mit Grenz- bzw. Marksteinen fixiert. Heute werden gerne Messingbolzen oder Schraubgewinde aus Plastik verwendet. Oft bilden auch heute noch Baum-, Strauch- oder Steinreihen die Grenze zwischen verschiedenen Besitztümern. Grenzsteine sind zugehauene (wenn vorhanden) Granitsteine, die auf der Oberseite mit einem eingekerbten Kreuz „markiert“ sind (siehe: Bilder der letzten Tage). Zur Sicherheit haben die Landwirte seinerzeit auch einen oder mehrere so genannte „Zeugen“ mit dem Stein eingegraben. Je nach Zugänglichkeit des Geländes wurden auch natürlich geformte Steine verwendet, diese jedoch auffallend und eher „gegen die Natur“ eingegraben. Bei den Zeugen handelte es sich um unverrottbare Materialien wie Glas-, Ton-, Porzellanscherben, auch ganze Flaschen mit dem Kopf nach unten, um im Zweifelsfall oder bei Entfernung des Grenzsteines die „March“ zu finden. So kann es etwa bei Forstarbeiten passieren, dass ein Grenzstein unabsichtlich beim Holzfällen und Holzliefern versetzt, verrückt, nach der Arbeit an falscher Stelle eingegraben wird oder gar verloren geht. In einem solchen Fall konnten und können die Zeugen in ca. 60 cm Tiefe sehr nützlich sein.
Es bereitet viel Spaß, Grenzen zu suchen. Noch mehr Spaß macht es aber, sie im verwachsenen, mit Moos bedeckten Wald- oder Wiesenboden zu finden. Grenzsteine begegnen auch Ihnen bei geschärftem Blick im satten Grün des Kleinwalsertals – mal hier, mal da.
Ganz andere Kaliber zur Orientierung werden bei den Staatsgrenzen verwendet, wie z.B. der Grenzstein nahe dem Hörnlepass zwischen dem Freistaat Bayern/Deutschland und Österreich aus dem Jahre 1844 zeigt (siehe: Bilder der letzten Tage). Durch den Zollvertrag der beiden Staaten für Passanten und Wanderfreunde fast nur noch ein historisches Erinnerungsstück.
Wir bieten Ihnen noch viele weitere interessante Themen, die in Ihren Kleinwalsertal-Ferien für viel Neugier und Begeisterung sorgen.
Grenzenlose Erlebnisse!
Das muss Österreich sein.
KLEINWALSERTAL TOURISMUS
kö
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