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Die Schutzpolizei des Waldes
So werden die Ameisen auch genannt, denn sie sorgen für Ordnung am Waldboden und fressen u. a. forstschädliche Insekten. Die Waldameise bevorzugt helle Laub- und Nadelwälder, die Burg (der Ameisenhaufen) wird meist am Waldrand gebaut, geschützt unter den Ästen der Bäume reicht er auch tief in die Erde. Durch ihre großen Haufen sind die Waldameisen meist leicht zu entdecken. Das Hügelnest, gebaut aus Tannenadeln, Blättern, Ästen, Gräsern dient als Wetterschutz, Wärmespeicher und zur Durchlüftung.
Die sechsbeinigen Insekten sind in Staaten organisiert und beeinflussen ihre Umwelt nachhaltig. Ein solcher Staat besteht aus einigen hundert bis mehreren hunderttausend Tieren. Im Ameisenreich herrscht eine strenge Arbeitsordnung. Das Kastensystem ist immer in fruchtbare Weibchen (Königin), fruchtbare Männchen und unfruchtbare Weibchen (Arbeiterinnen) aufgeteilt. Wie die Bienen und Wespen gehören auch die Ameisen zu den Hautflüglern. Die Arbeiterinnen sind flügellos, die geschlechtsreifen Weibchen und Männchen hingegen besitzen Flügel und schwärmen aus zur Paarung.
Die Hügel bauenden Waldameisen gehören in unseren Gegenden zu den besonders geschützten Tierarten. Sie dürfen der Natur nicht entnommen oder gar getötet werden. Auch kleine Veränderungen am Nest durch Niederwild (z.B. Hasen, Füchse, Marder), Haustiere oder Menschen können negative Auswirken haben. Eingriffe an der Nestkuppel stören den Temperaturhaushalt , können die Brut vernichten und zum Absterben des Volkes führen. Jeder Eingriff in die Neststruktur ist schädlich. Daher bitte nie den Ameisenhaufen beschädigen, nicht mit Stöcken oder Ästen darin stochern oder Gegenstände darauf ablegen.
Die nützlichen und fleißigen Tiere leisten erhebliche Arbeit (sie können mehr als das 20fache ihres Körpergewichts tragen) bei der Umschichtung der Oberflächenerde, unterstützen den Abbau von abgestorbenen Pflanzen, sorgen für die Verteilung neuer Pflanzensamen und regulieren als Räuber die Bestände an Spinnen, Käfern und anderen Insekten.
In Europa existieren etwa 200 verschiedene Arten, weltweit sind es mehr als 11.000 (…bis 15.000?). Da die Ameisen weite Wege zurücklegen und auf den Ameisenstraßen rennen und schleppen, sich durch „Betrillern“ miteinander unterhalten und nie still stehen, genießen sie im Volksmund als „fleißige Emsen“ einen guten Ruf und hohes Ansehen. Viel Spaß beim Beobachten der kleinen Nützlinge, wenn’s am Boden kribbelt, wumselt und krabbelt.
Alles in Bewegung!
Das muss Österreich sein.
KLEINWALSERTAL TOURISMUS
kö
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