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Viel Schnee in kurzer Zeit | vom 08.11.2007 |
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Die Kleinwalsertaler Bergbahn AG will künftig das grenzüberschreitende Wintersportgebiet Kanzelwand/Fellhorn als einen absoluten Schneegaranten positionieren. Dafür wird die maschinelle Schneeerzeugung modernisiert, ausgebaut und vollautomatisiert. Die Bergbahnen nehmen dafür rund 7 Millionen Euro in die Hand. Ab dem kommenden Winter soll damit eine uneingeschränkte Schneesicherheit auf den Kleinwalsertaler und Oberstdorfer Pisten geboten sein.
Auch im schneearmen letzten Winter habe man eine „relativ gute“ Schneesicherheit aufweisen können, so Bergbahn-Chef Augustin Kröll. Allerdings konnte die bestehende Beschneiungsanlage in „den kurzen Kaltwetterperioden“ nicht die gewünschte Schneemenge produzieren. Deshalb liegen jetzt die Pläne für eine modernisierte und erweitere Schneeproduktion bei den Behörden Derzeit kann man die mit rund 65 Schneeerzeugern bestückten Pisten erst innerhalb von rund 230 Stunden mit ausreichendem Weiß eindecken. Ab dem Winter 2008/2009 soll die maschinelle Hilfe für Frau Holle mit 60 bis 70 Stunden weitaus weniger lang in Betrieb sein. Dafür wird die Zahl der derzeit auf den Pisten installierten Schneeproduzenten verdoppelt. Gerade eben wurden an der Kanzelwandbahn bereits 16 alte Geräte durch neu angeschaffte vollautomatisch miteinander vernetzte moderne Nachfolger ersetzt.
Sinkender Energieverbrauch
Insgesamt müssen rund fünf Kilometer neue Leitungsanlagen verlegt werden, auch wenn der größte Teil des bestehenden Leitungsnetzes weiter verwendet wird. Man wolle mit „möglichst wenigen Eingriffen“ für Grabungsarbeiten auskommen, „die bestehende Infrastruktur“ werde bestmöglich genutzt, erklärt Kröll. Zudem sehen die Pläne auch eine zentrale voll automatisierte Verwaltung des gesamten Netzes vor. Quasi vom Schreibtisch wird man die gesamten maschinellen Schneeerzeuger ein- und ausschalten können. Trotz der Verdoppelung der Maschinen rechnet Kröll mit „weniger Energieverbrauch“. Die modernen Geräte müssen demnach weitaus weniger lang laufen als die Vorgänger. Aber nur dann, wenn die zur Verfügung stehende Wassermenge ausreichend groß ist.
Speichersee mit „Freizeitwert“
Deshalb muss im Bereich der Riezler Alpe ein eigener Speicherteich angelegt werden. 50 Tausend Kubikmeter Wasser wird der künstlich angelegte kleine Bergsee beinhalten. Befüllt werden soll der Speicher mit Schmelzwasser, mit dem fließenden Nass des Zwerbachs und mit entsprechenden Zuleitungen von deutscher Seite her. Laut Kröll wird die Bergbahn AG so wie beim ganzen Projekt „hohe ökologische Maßstäbe anlegen“. Wenn in „zwei bis drei Jahren“ alles wieder „perfekt eingewachsen ist“ soll der neue Bergsee den Sommertouristen einen hohen „Freizeitwert“ bieten.
Sicherer Winterspaß ab Mitte Dezember
Der Betrieb der Beschneiungsanlage soll die Pisten des gesamten Kanzelwand/Fellhorn-Gebiets wenn nötig rechtzeitig mit Schnee eindecken und den gesicherten Wintersportbetrieb Mitte Dezember ohne Einschränkungen ermöglichen. Rund 7 Millionen Euro wird die Kleinwalsertaler Bergbahn AG für das Projekt in die Hand nehmen.
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