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Das Alpbuch als kulturgeschichtliches Dokument | vom 06.02.2012 |
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Ein Blick in die Geschichte des Tals, niedergeschriebene Hinweise auf das Leben und Arbeiten auf den Walser Alpen oder einfach nur ein informativer Blick auf teils jahrhundertealte Dokumente. Am Ende des zeitintensiven Buchprojekts der beiden Autoren Detlef Willand und Anton Amann soll eine für den Einheimischen und den interessierten Talgast bestens aufbereitete kulturgeschichtliche Dokumentation der typischen Kleinwalsertaler Genossenschaftsalpen stehen.
Der Walser Heimatkünstler Detlef Willand und der in Mittelberg und Wien lebenden Anton Amann widmen sich gemeinsam mit einer motivierten Arbeitsgruppe dem Thema: Die Alpbücher des Kleinwalsertals. Das sind alte Schriftwerke, die es so wie im Breitachtal in keiner anderen Gegend von Vorarlberg gibt. 13 bekannte Alpbücher wurden bislang zusammengetragen. Allesamt sind sie Zeitzeugen von Walser Genossenschaftsalpen, auf denen die Besitzanteile der Genossen in Kuhweiden oder Kuhrechten bestimmt wurden. Die bis zu 400 Jahre alten Kulturdokumente aus Privatbesitz und dem Gemeindearchiv sind mittlerweile komplett digitalisiert und wieder dort verwahrt wo sie hergekommen sind. Die vor gut einem Jahr gegründete „Arbeitsgemeinschaft Alpbücher“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die einzelnen Bücher zu lesen, ihre Struktur sowie ihren Aufbau kennen zu lernen und die wichtigsten Inhalte zusammenzufassen. Neben den Alpgebräuchen und der Rechtsgeschichte der Alpen wird auch viel Wert auf die Arbeit, die Käseherstellung und den Handel mit dem Alpprodukten gelegt. Damit soll ein weiterer aufschlussreicher Beitrag zur Aufarbeitung der Walser Geschichte gesetzt werden. Herauskommen sollen zwei Buchbände, von denen einer als Bildband nebst gezielt ausgesuchten Informationen zum Funktionieren der Genossenschaftsalpen auch viele Fotos als Zeitzeugen beinhalten soll.
Suche nach Bildern, Fotos, Geschichten …
Um auch wirklich alle Aspekte zum Thema der Alpbücher beleuchten und aufzeigen zu können, sucht die Arbeitsgruppe nun nach weiteren alten Bildern, Fotos und eventuell in Privatbesitz befindlichen verschollenen Alpbüchern. Alles was bis Ende des ersten Weltkriegs datiert werden kann ist von großem Interesse. Ebenso sind Geschichten und Anekdoten zum Alpleben und allem was mit Sennern, Hirten oder anderem Alpenalltag zu tun hatte gefragt. Als Ansprechpartner steht Gemeindechronist Stefan Heim (Tel. 0043 5517 5315-214; mail: stefan.heim@gde-mittelberg.at) zur Verfügung.
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