Gemeinde MITTELBERG

Offener Brief des Bürgermeisters Andi Haid zur aktuellen Grenzentwicklung 08.05.2020 12:00 Uhr

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Mittelberg,

es ist mir ein Anliegen, Sie über die aktuelle und weitere Entwicklung, verursacht durch die Coronavirus-Pandemie, zu informieren. Es ist erfreulich, dass wir nach wie vor keinen Fall mit einer aktiven Infektion im Tal haben. Die bereits frühzeitig gesetzten Maßnahmen gegen die Virus-Ausbreitung haben sich als richtig erwiesen.

Mit der am 1. Mai 2020 in Kraft getretenen Regelung an der Grenze konnten wir in Verbindung mit dem Land Vorarlberg und den bundesdeutschen Behörden eine Sonderregelung für die Grenzübertritte erreichen. Personen, welche im Besitz einer Wohnsitzbestätigung der Gemeinde Mittelberg sind, können Besorgungen, Dienstleistungen, Behördengänge, usw. im Allgäu erledigen. Ebenfalls ist ein direktes Durchreisen nach Vorarlberg oder Tirol unter den vorgenannten Gründen möglich. Dabei sind jeweils die in beiden Ländern gültigen Vorschriften zu beachten.

Nach vielen Wochen der „faktischen Quarantäne“ gibt es jetzt eine gewisse Entspannung, da viele wieder die längst notwendigen Erledigungen tätigen können. An dieser Stelle ist es mir wichtig, dass wir dennoch unsere Einkäufe, sofern diese im Tal möglich sind, auch hier erledigen. Der heimische Handel hat uns in der strengen Zeit bestens versorgt, das sollten wir nicht vergessen.

Zur Grenzsituation: Die im Rahmen des Covid-19-Maßnahmengesetzes von Österreich erlassenen Einreisebeschränkungen wurden für das Kleinwalsertal aufgehoben. Es finden keine Gesundheitskontrollen mehr statt.

Damit ist das Einreisen für Gäste, sofern sie in Deutschland reisen dürfen, möglich. Bei einem Aufenthalt von mehr als 48 Stunden im Tal kommt es jedoch zur Situation, dass die Gäste bei der Rückreise nach Deutschland in eine 14-tägige Quarantäne müssen. Dies führt derzeit zu einer großen Verunsicherung bei den Gästen und Vermietern, Stornierungen sind die Folge. Gemeinsam mit Kleinwalsertal Tourismus sind wir intensiv um eine Lösung bemüht. Unterstützt werden wir sehr stark vom Land Vorarlberg, verhandelt wird mit den deutschen Behörden von Land und Bund.

Ob und bis wann wir eine Lösung bekommen können ist offen. Mangels Zuständigkeit können wir auch keine Versprechungen machen. Sie dürfen sich sicher sein, dass sämtliche Möglichkeiten in dieser Angelegenheit von uns geprüft und ausgeschöpft werden. Wir sind uns unserer großen Verantwortung sehr bewusst.

Ich darf allen Beteiligten, welche sich in den letzten Wochen für uns und unser Tal eingesetzt haben, sehr herzlich danken! Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen der nächsten Wochen und Monate schaffen!

Mit freundlichen Grüßen
Bürgermeister Andi Haid

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