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7 Gründe, warum Bergurlaub besser ist als jeder Strandurlaub

Sommer
Erholung

30.07.2026

Ein Wanderer mit Rucksack und Hut unterwegs in den Bergen, umgeben von grünen Wiesen und hohen Gipfeln, im Hintergrund bewölkter Himmel. | © Kleinwalsertal Tourismus eGen • Fotograf: Stefan Klauser

Natürlich haben auch das glitzernde Meer, Sandstrand und Sangria seine Reize. Aber mal ehrlich: Wenn die Berge rufen, kann das Strandhandtuch einpacken...

1. Keine Gefahr, beim Schwimmen Salzwasser zu verschlucken

Zugegeben, um im kalten Gebirgswasser zu schwimmen, muss man mit allen Wassern gewaschen sein. Oder bis Juli warten. Aber hat man sich einmal in das klare, türkisfarbene Nass gewagt, ist es die perfekte Abkühlung nach der Wanderung oder nach einem gemütlichen Tag an der frischen Bergluft. Die zahlreichen Bergbäche bieten sich hierfür perfekt an. Richtig idyllisch: Die Kessellöcher im Wäldele verstecken sich wie kleine Naturpools hinter dichtem Blattwerk. Darin kann man müde Füße kühlen und bei genügend Wasser sogar hineinspringen.

2. Der Kaiserschmarrn schmeckt auf über 1.000 Metern einfach Besser...

...als Pizza am Strand! Am Strand bekommst Du Sonne, Salz auf der Haut und irgendwann eine teure Pizza mit Blick auf Liegestühle. In den Bergen bekommst Du dagegen etwas Besseres: Bewegung, frische Luft & am Ende eine Portion Kaiserschmarren, die nach der Wanderung plötzlich wie ein kleines kulinarisches Wunder wirkt. Genau so wie bei der Kulinarischen Talwanderung, bei der jeder Gang gefühlt ein Stück näher an den nächsten großartigen Ausblick führt. Dazu ein Aperitif irgendwo zwischen Alpwiese und Bergpanorama, ehrliche regionale Spezialitäten und dieses Gefühl, dass Essen hier oben einfach mehr verdient hat als einen Plastiktisch an der Promenade. Und während unten am Meer die Wellen immer gleich klingen, wechselt hier oben hinter jeder Kurve die Kulisse.

3. Gegen das Walser Eis aus Bergbauernmilch kommt selbst die Gelateria Italiana nicht an!

Unendlich cremig ist das Eis, das Roman Feuerstein quasi ab Kuh verkauft. Zutaten sind die eigene Bergbauernmilch und viel "ohne": ohne Farbstoffe, Aromen, Ei, künstliche Bindemittel und Gluten. Du bekommst das leckere Eis in Riezlern, direkt um die Ecke bei der Kanzelwand Talstation. Ebenfalls mitten in Riezlern nur ein paar Meter vom Gemeindeplatz entfernt findest Du die Eisdiele "Papillon" mit selbstgemachtem Eis aus natürlichen Zutaten & Milch vom Kleinwalsertaler Bio-Bauern, frische Crêpes, Kaffee, Aperol & mehr! 

Auch einige Cafés & Restaurants im Tal bieten Eis direkt auf die Hand an. Übrigens: um das Walser Eis zu bestellen, muss man keinen Sprachkurs absolvieren: "Joghurt-Orange, Heidelbeere-Himbeere oder Maracuja-Mango." Oder für die Puristen: "Vanille, Schoko und Erdbeere. In der Waffel." An guata!

4. Kein Sandspielzeug? Kein Problem! In den Bergen braucht es nur dich und die Natur!

Liebe Kinder, vergesst Sandburgen und Wassergräben: Der Steinmändle-Wald an der Breitach wird euer neuer Lieblings-Spielplatz! Die Großen schleppen die untersten schweren Steine heran, die Kleinen stapeln die leichten Kiesel übereinander… Aber Vorsicht: bloß nicht umwerfen! Auch wenn ihr gerne auf den Berg geht, findet ihr immer wieder viele Steine am Weg, mit denen man Steinmändle zur Wegmarkierung bauen kann. Apropos Berge: Für Wasserpritschler gibt es an der Bergstation der Kanzelwand den Erlebnisweg Burmiwasser. Dort lässt sich mit Wasserrädern, Schleusen und Gumpen experimentieren. Und Mama und Papa können nebenher wandern und Fotos von der tollen Berglandschaft machen. Wer aber letztlich doch nach Sand sucht, der wird in der BeachBar im neuen WalserPark fündig!

5. Sand ist einfarbig. Die Bergwiesen dagegen blühen so vielen Farben, dass man mit Zählen kaum nachkommt.

Alpenrosen-pink, lila-blassblau, eidotter-gelb und seiden-weiß – wie auch immer man die Farben nennen mag: Das Blütenmeer, das die grünen Wiesen ab Mai übersät, ist einfach eine Augenweide. Kein Wunder, dass die Kühe die Köpfe permanent hängen lassen, um sich die saftigsten, wohlschmeckendsten Blütenköpfe einzuverleiben. Einfach mal den Blick schweifen lassen und die Farbenpracht geniessen. Du kannst Dir auf jeden Fall sicher sein: Hinterher muss man keinen Sand aus den Schuhen kippen. Eine kleine Wanderung dorthin nimmt man für diese Idylle gerne in Kauf. Zum Beispiel eine leichte Spazierrunde am Breitachweg in Mittelberg, am Riezler Rundweg oder am Riezler Höhenweg.

6. Schon mal Nervenkitzel an der letzten orangen Boje gespürt? Dann geht es jetzt auf über 2.000 Meter!

Keine Frage, der Anfang ist immer zäh. Bis der eigene Rhythmus gefunden ist, der Herzschlag sich einpendelt, die Atmung sich richtig anfühlt. Hier und da eine Pause zum Staunen muss unterwegs sein. Zum Beispiel am kleinen glasklaren See, in dem sich die Berge spiegeln. Währenddessen rückt der Gipfel näher. Ist natürlich immer noch weiter weg als es scheint – die berühmten "nur noch 10 Minuten" gibt es in Wahrheit nicht. Und doch: Plötzlich glänzt vor einem das Gipfelkreuz in der Sonne. Abschlagen. Durchschnaufen. Vielleicht ist man alleine oben. Tiefe Zufriedenheit. Stolz. Federleicht und beschwingt geht es zurück ins Tal oder auf die Hütte – Gipfelrausch fließt durch die Adern. Tourentipps: Hoher Ifen – Abstieg über Schwarzwasserhütte, Über die Ochsenhofer Köpfe aufs Grünhorn, Geißhorn und Kemptner Köpfle.

7. Keine Angst vor Quallen & Skorpionen – unsere Tierwelt lebt wild, aber beißt (meist) nicht!

Freilaufender Hamster? Kaninchenart? Nein, mit den bekannten Haustieren hat das Murmeltier nichts gemein. Höchstens, dass sie mit Abstand die süßesten Tiere oberhalb der Baumgrenze sind. Wanderern begegnen sie mal scheu, mal neugierig. Bei Bedrohung (z.B. Hunde) pfeifen sie wie die Weltmeister und verkriechen sich in ihren Murmeltierbauen. Das zutraulichste Murmeltier im Kleinwalsertal ist übrigens Burmi. Auch von Steinböcken und Gämsen geht keine Gefahr aus. Für sie braucht man oft ein Fernglas oder gute Augen, wenn sie – gut getarnt – von Fels zu Fels springen oder auf hochgelegenen Geröllfeldern ruhen. Und wie steht’s mit Kühen auf nicht eingezäunten Alpwiesen? Vorsicht ist eigentlich nur beim Führen von Hunden geboten und bei Kälbern. Ihnen sollte man nicht zu nahe kommen, damit die Mutterkuh nicht aus Schutzinstinkt angreift.