unsere natur ist Lebensraum und keine Müllhalde Warum hat der Müll in der Natur nichts zu suchen?
Weil unser Tal keine Müllhalde ist, sondern das Wohnzimmer zum Beispiel der Kühe, Steinböcke und Adler! Zigarettenstummel, Taschentücher und Plastikflaschen passen da genauso gut hin wie Flip-Flops auf den Widderstein. Sei daher der Held dieser Geschichte: Pack Deinen Müll ein, nimm ihn mit zurück und sorge dafür, dass unsere Berge wild, gesund und wundervoll bleiben — für Dich, für uns und für kommende Generationen.
Das gehört nicht auf den Speiseplan unserer tiere! das 3-Gänge-mENÜ VOM WEGESRAND
Was passiert, wenn der Schnee schmilzt? Zum Vorschein kommt nicht nur das erste Grün, sondern auch die Speisekarte einer ganzen Saison — serviert vom Wegesrand, garniert mit Zigarettenstummeln und verfeinert mit einer Auswahl erlesener Plastikverpackungen. Gemeinsam mit Natur bewusst erleben wurde bei öffentlichen Sammelaktionen im Frühjahr 2026 zusammengetragen, was Gäste und Einheimische in der Landschaft zurückgelassen haben.
Das Ergebnis ist ein gedeckter Tisch, den niemand bestellt hat — fotografiert von Mathias Kessler und inszeniert von Haubenkoch Jeremias Riezler vor der Kulisse des Kleinwalsertals. Zu sehen ist die Arbeit als Plakatkampagne und Installation im Gebäude des Walser Museums in Riezlern.
Doch dabei bleibt es nicht: Im Treppenhaus des Walserhauses, direkt neben der Tourist-info, hängt der gesammelte Müll als Mobile von der Decke. Kein Bild, kein Symbol — das Original. Ein Bild kann man wegwischen — an der Mobile-Installation aus gefundenem Müll der Walser Landschaft im Treppenhaus des Walserhauses kommt jedoch niemand vorbei. Wer vorbeigeht, begegnet nicht der Darstellung eines Problems, sondern dem Problem selbst: schwebend, sichtbar und unübersehbar. Plastik ist längst Teil unserer Landschaft geworden — wir wollen es nur nicht wahrhaben.
Die Arbeit versteht sich nicht als erhobener Zeigefinger, sondern als Einladung zum Innehalten — mit einem Augenzwinkern und einem leichten Würgen. Denn das Kleinwalsertal ist zu schön für ein Menü, das niemand bestellt hat.
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MITTELBERG
zwischen new york & dem kleinwalsertal
über mathias kessler
Mathias Kessler, geboren 1968 im Kleinwalsertal, ist ein in New York und dem Kleinwalsertal lebender Künstler. In seiner Arbeit setzt er sich kritisch mit der Darstellung von Natur auseinander. Ausgehend von Kunstgeschichte, Philosophie und Ökopolitik untersucht er die Grenzen zwischen Natur und Kultur sowie zwischen Realität und Ideologie.
Seit 2025 begleitet er „Natur bewusst erleben“ mit seinem künstlerischen Blick auf die Naturvermittlung. 2026 fotografierte Mathias Kessler das Kampagnenbild „Sauber bleiben & Müll mitnehmen“ und verantwortet die Inszenierung des in der Natur gesammelten Mülls.
Ein Bild kann man wegwischen - an der Mobile-Installation aus gefundenem Müll der Walser Landschaft im Treppenhaus des Walserhauses kommt niemand vorbei.
- Mathias Kessler, Künstler -
open call ab 5. Juli 2026
deine Fundstücke für die Speisekarte
Ab 5. Juli 2026 startet im Rahmen der CleanUp Days Kleinwalsertal der OPEN CALL von Mathias Kessler & Natur bewusst erleben. Gesucht werden die außergewöhnlichsten Müll-Fundstücke aus der Walser Landschaft – überraschend, kurios oder spektakulär platziert.
Fundstück gerne ins Walserhaus bringen und Teil der Ausstellung werden
Jeder Fund erzählt eine Geschichte. Gemeinsam machen wir sichtbar, was nicht in die Natur gehört, schaffen Aufmerksamkeit für einen bewussten Umgang mit unserer Umwelt und lassen aus vielen kleinen Funden ein großes gemeinsames Kunstwerk entstehen. Mach mit und werde Teil der wachsenden Sammlung!
egal wie. egal was. Dein Müll kommt wieder mit ins tal!
Video anschauen und veränderung leben! Müll bleibt an deiner seite!
kLAPP DIE ANTWORTEN AUF & Finde es heraus! Rate mal! Wie lange braucht das um zu verrotten?
Bananenschale
Verrottungsdauer: halbes Jahr
richtige Entsorgung: Bioabfall oder Kompost
Eine Bananenschale braucht überraschend lange, um in der Natur zu verrotten. Richtig entsorgt, kann sie jedoch noch richtig nützlich sein: Im Bioabfall wird sie zu Biogas, auf dem Kompost zu nährstoffreicher Erde für Garten & Natur. Also pack die Bananenschale bei Deiner nächsten Wanderung einfach ein – und entsorge sie umweltfreundlich.
Zigarettenstummel
Verrottungsdauer: fünf Jahre
richtige Entsorgung: Restmüll
Ein Zigarettenstummel braucht bis zu fünf Jahre, um zu verrotten! Doch das ist nicht alles: Bei Regen gelangen Nikotinreste über das Oberflächenwasser ins Grundwasser. Schon ein einziger Stummel kann bis zu 1.000 Liter Wasser mit Nikotin belasten – ein Nervengift, das Lebensräume für kleine Wassertiere gefährlich macht. Also: Bitte nicht achtlos wegwerfen – nimm die Stummel beispielsweise in einem Taschenaschenbecher mit und entsorge sie in deiner Unterkunft oder zu Hause im Restmüll.
Kaugummi
Verrottungsdauer: fünf Jahre
richtige Entsorgung: Restmüll
Wusstest Du, dass Kaugummis zu einem großen Teil aus Kunststoff bestehen? Das bedeutet: Sie verrotten nicht nur extrem langsam – sie zerfallen mit der Zeit auch zu Mikroplastik. Über das Abwasser oder durch Abrieb gelangt dieses Mikroplastik in unsere Gewässer und belastet dort die Umwelt dauerhaft. Also: Kaugummis gehören nicht auf den Boden, sondern in den Restmüll.
PET-FLASCHE
Verrottungsdauer: 300 Jahre
richtige Entsorgung: Pfand oder Kunststoffabfall
Eine achtlos weggeworfene Plastikflasche bleibt der Natur für Jahrhunderte erhalten. Sie liegt noch da, wenn wir längst nicht mehr sind – kaum vorstellbar, oder? Deshalb: Nimm leere Flaschen immer mit und entsorge sie richtig. Nur so können sie recycelt und in neue Produkte verwandelt werden – statt unsere Umwelt zu belasten.
GLASFLASCHE
Verrottungsdauer: 4.000 Jahre
richtige Entsorgung: Glasabfall
Glas bleibt bis zu 4.000 Jahre in der Natur – praktisch ewig. Hinzu kommt: Glassplitter sind gefährlich – für Menschen und Tiere. Dabei lässt sich Glas hervorragend recyceln. Wenn Du es richtig entsorgst, kann daraus eine neue Flasche entstehen – wieder und wieder.
aktionen im sommer 2026
Ab dem 05.07.2026 startet bereits die 2. Auflage der Mitmachaktion rund um einen bewussten Umgang mit unserer Natur im Kleinwalsertal. Gäste & Einheimische sind eingeladen, Müll in der Natur zu sammeln und damit ein sichtbares Zeichen für mehr Umweltbewusstsein zu setzen. Die gesammelten Fundstücke werden erneut in Einmachgläsern festgehalten und zeigen, wie viel gemeinsames Engagement bewirken kann.
Als kleines Dankeschön gibt es in der Tourist-Info im Walserhaus wieder praktische Müllsammel-Bags oder Taschenaschenbecher. Begleitet wird die Aktion außerdem von einer Mitmach-Ausstellung im Walserhaus.
save the date
Allgäu CleanUp Days 2026
Am 05.07.2026 geht es im Kleinwalsertal wieder ans Eingemachte: Bei den CleanUp Days sind Gäste und Einheimische eingeladen zu zeigen, wie leicht Umweltschutz im Alltag gelingt – und wie viel Wumms entsteht, wenn viele gemeinsam anpacken. Der gesammelte Müll wird kreativ in Einmachgläsern sichtbar gemacht und Teil einer wachsenden Ausstellung im Walserhaus.
Als kleines Dankeschön erhalten die Teilnehmenden auch dieses Jahr wieder in der Tourist-Info im Walserhaus eine praktische Stoff-Müllsammel-Bag oder einen Taschenaschenbecher.
Alpenschutzverein für Vorarlberg & Österreichischer ALpenschutzverband
Aktion "Saubere Alpen" 2026
Seit über 50 Jahren setzt sich der Alpenschutzverein für Vorarlberg gemeinsam mit dem österreichischen Alpenschutzverband mit der Aktion „Saubere Alpen“ für den Schutz unserer Bergwelt ein. Dabei konnten österreichweit bereits weit über vier Millionen Liter Abfälle gesammelt und fachgerecht entsorgt werden.
Auch im Kleinwalsertal ist die Aktion mittlerweile angekommen: Nach der erfolgreichen Durchführung am 13.05.2026 wird „Saubere Alpen“ auch im Spätsommer bzw. Herbst erneut stattfinden. Gemeinsam wollen wir wieder ein Zeichen für den respektvollen Umgang mit unserer Natur setzen.
Gemeinsam Müll sammeln!
LANDSCHAFTSREINIGUNG 2026
Am Samstag, den 25. April 2026, fand im Kleinwalsertal die Aktion „SEI DABEI! bei der Landschaftsreinigung“ der Gemeinde Mittelberg statt. Insgesamt beteiligten sich 10 Erwachsene und 15 Kinder an der gemeinsamen Landschaftsreinigung und setzten damit ein starkes Zeichen für den Schutz der Natur. Dabei konnten rund 55 Kilogramm Müll gesammelt und fachgerecht entsorgt werden.
Die Aktion zeigt, wie wichtig gemeinschaftliches Engagement für den Erhalt der einzigartigen Landschaft im Kleinwalsertal ist.
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